P R O G R A M M 
Der kollaborative Ansatz ist für das Programm wesentlich: Die Basis stellt eine Reihe von Workshops dar. Zudem gibt es Vignetten mit künstlerischen Beiträgen ausgewählter Teilnehmer sowie Vorträge, die gesellschaftliche und persönliche Fragestellungen aufgreifen.

docNEU: Agenda-Programm!! (PDF)

Für das Kollaborativ09-Ideengewitter, bei dem Projekte und Themen von Teilnehmern präsentiert werden, kann man sich hier bewerben.

Vorträge am 3. und 4. Juli mit:
_Martin Schleske, Geigenbaumeister (München, www.schleske.de)
_Steve Cole, Gründer von Artisan (London, www.artisaninitiatives.org)
_Donata Wenders, Fotografie (Berlin, www.donatawenders.com/peopleandplaces.html)

Start der Konferenz mit Eröffnung der Ausstellung „üntitled“ von Jennifer Mills (USA) und Jon Adrie Hoekstra (Berlin) am 2. Juli um 19 Uhr in der Galerie Kollaborativ

Filmnacht mit dem Regisseur Wim Wenders
"Erfolg ist, wenn man trotzdem lebt!" – Kollaborativ09 präsentiert gemeinsam mit dem Babylon am 4. Juli um 19:30 Uhr den Film „Palermo Shooting“ und lädt zum anschließenden Publikumsgespräch mit dem Regisseur ein.

Workshops
(weitere Workshops werden bis zur Konferenz noch dazu kommen)
Jeder Teilnehmer kann auf der Konferenz zwei Workshops auswählen!

_01 LOKAL / GLOBAL - EIN WIDERSPRUCH?
Die Kunstwelt wird oft als ‘global’ bezeichnet. Zeitgleich sind einzelne Trends und der Erfolg von Kreativschaffenden stark an lokale Begebenheiten angeknüpft: Berlin as label. Was bedeuten diese global/ lokalen Dimensionen für den zwischenmenschlichen Dialog unter Künstlern? Was beeinflusst den globalen Trend am meisten? Diese Fragen werden mit Einblick in die aktuelle Kunstszene der Schweiz, Österreich, Thailand, China und Neuseelands gemeinsam bearbeitet und diskutiert.
John Silvis, Künstler und Direktor von NYCAMS, NYC


_02 IM TREND LIEGEN ODER DEN TRENDS SETZEN?
In unseren kreativen Arbeitsfeldern bewegen wir uns nicht im neutralen Raum, sondern sind mit dem konfrontiert, was in diesem Bereich bereits gemacht wurde und aktuell entsteht. Wir erleben die Fülle des uns umgebenden Angebotes, die Hypes und Launen des Marktes und müssen uns selbst darin positionieren. Wie schaffen wir es in dieser Situation, einen eigenständigen Ansatz zu finden und mit unserer Arbeit einen originären Beitrag zu leisten? Was sind die Kriterien, an denen wir uns orientieren? Ein Erfahrungsaustausch.
Florian Slotawa, Bildender Künstler und zur Zeit Gastprofessur für Bildhauerei an der UdK, Berlin

_03 WO EIN WILLE IST, IST NOCH KEIN WEG.
Projekten eine eigene Geschichte geben
Oft ist nicht der kürzeste Weg, den wir anstreben, der erfolgreichste. Wir wundern uns über versperrte Möglichkeiten und sehen erst im Rückblick, wofür der Umweg nötig war. Wenn wir uns umdrehen, entdecken wir eine eigene Geschichte.
Wie können wir daraus eine Haltung gewinnen, die uns erfolgreiches Arbeiten möglich macht? Wie entwickelt sich aus unseren Vorstellungen ein produktiver Weg? In Begleitung von alten und neuen Geschichten aus Architektur, Kunst, Literatur, Musik und Film werden Erfahrungen ausgetauscht und Inspirationen gewonnen.
Dirk Brall, Schriftsteller, Krefeld

_04 WER SIND WIR? ÜBER DIE KUNST, MENSCHEN DARZUSTELLEN
„Je mehr Einsicht man hat, desto mehr Größe und Niedrigkeit entdeckt man im Menschen.“ Blaise Pascal, Mathematiker und Philosoph (1623-1662)
Nichts interessiert den Menschen mehr als der Mensch! Durch ein Porträt erfahren wir, was einen Menschen antreibt, wofür er lebt. Wer über andere schreibt, lernt dabei auch immer, sich selbst besser zu verstehen. Doch kann man jemandem in 100 Zeilen überhaupt gerecht werden? Lässt sich durch ein Gespräch das Wesentliche eines Menschen erfassen? Welche Rolle spielt dabei der, der die Fragen stellt? Ein Porträt zu schreiben, ist risikoreich. Es ist der Versuch, einem Menschen ins Herz zu schauen. Es ist deshalb notwendigerweise eine Grenzüberschreitung. Es erfordert Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen und den Mut, dem anderen zu nahe zu treten. Wie weit darf, wie weit muss man dabei gehen? Wie beschreibt man Niederlagen, Ängste und Enttäuschungen – und wie schreibt man eine Heldengeschichte, ohne dass diese unglaubwürdig klingt? Dieser Workshop diskutiert gelungene und gescheiterte Porträtversuche.
Karsten Huhn, Journalist, Berlin

_05 BALANCING THE CALLS OF SUCCESS AND SHALOM: 
SPIRITUAL CHALLENGES FOR THE ARTIST
In a biblical vision of the artist's calling, an ambitious commitment to develop one's talents and gifts is certainly affirmed. It is all too easy, however, in our cultural climate, for this personal goal to distract us from the call to be agents of redemptive work in this world. Are success and shalom necessarily competing goals? With a brief look at some remarks from Jacques Maritain and Mark Rothko, we will consider in this workshop what the Bible has to tell us about our longing to succeed.
Robb Ludwick, Lecturer and Pastoral Counselor at L'Abri Fellowship, Eck en Wiel, NL

_06 IMAGE. IMAGINATION. IMPROVISATION.
Gedanken und Gespräch zu Erfahrungen mit Image (dem Gegebenen, den Erwartungen, den Marketinganforderungen etc.) und Imagination (Gaben, Berufung und der kreativen Vision) - und der kreativen und spirituellen Improvisation, die aus der alltäglichen Spannung zwischen den beiden erwächst.    
Siki Im, Modedesigner (zuletzt Senior Designer für Helmut Lang) New York

_07 OPEN EVERYTHING – DIE KULTUR DES TEILENS SETZT SICH DURCH!
Ein Zeitalter von außergewöhnlichen Ikonen und Superstars wird abgelöst durch ein Regime des Teilens. Einfach gute Ideen, gute Musik und unspektakulär normale Superhits. Den "Jedermannstar" gibt es in allen Disziplinen. Die letzten 30 Jahre, geprägt durch Blockbuster, Wetten-dass...?, Madonna, Michael Jackson, Copyright Kriegen, wissenschaftliches Expertentum und Mainstream Weißheiten, machen jetzt der Kultur einer neuen Offenheit Platz. Diese Kultur des Teilens hat andere Regeln für Erfolg. Es gilt: sei Transparent, erzähle alle Geheimnisse und stelle dein geistiges Eigentum zur Verfügung, dann bekommst du auch was zurück.
Christoph Fahle, Gründungsteam betahaus, Berlin und Dr. Christine Kolbe, Organisatorin bei Open Everything, Berlin

_08 MARKETING YOURSELF/ YOUR CRAFT SUCCESSFULLY
Success can be elusive in creative endeavors. It’s one of the only fields where the best and the brightest can go unrecognized, unappreciated and unpaid. In Hollywood, self-promotion is an art, a business and a must.  How do those who do it well do it well and what are the pitfalls of those who do it poorly? Knowing the market, knowing yourself and defining success are essential. In this seminar, we’ll look at lessons from Hollywood and how they can be applied in the European market.
Kim Door, Production & Talent Agent, Los Angeles

_09 YES, YOU CAN!
„Kunst hat mit Veränderung von Hör- und Sehgewohnheiten und des Geistes zu tun“ (John Cage)
Keiner, der mit Kunst umgeht, wird bestreiten, dass Kunst und Kunstwerke eine Wirkung auf uns haben - vorausgesetzt, wir lassen uns darauf ein. In diesem Workshop soll es nun nicht um die "große" Kunst gehen, mit der wir uns konfrontieren, sondern um deine eigenen Bilder und Skizzen und das, was sie symbolisieren. Dabei liegt das Augenmerk auf einer Fähigkeit, die du gerne erwerben möchtest, ganz neu, oder eine, die du früher hattest und zurückgewinnen willst. Mit Hilfe der Methode des Neuro-Imaginativen Gestaltens wirst du auf Ressourcen stoßen, die dabei hilfreich sind. Dies ist ein experimenteller Workshop für neugierige Menschen, die sich gerne weiter entwickeln möchten.
Barbara Gockel, Bildende Künstlerin und Kunsttherapeutin, Berlin

_10 KÜNSTLERISCHE TRANSFORMATIONSPROZESSE: SPUREN DES ERFOLGS
In diesem aktiven, kollaborativen Workshop werden fachübergreifende Teams gebildet, die so interdisziplinär zum Thema arbeiten. Grundlage ist eine Ausgangsarbeit, die transformiert werden soll. Willkommen sind alle, die am inter- und transdisziplinären Dialog zwischen Bildender Kunst, Musik, Darstellung und Gestaltung interessiert sind. Gerne können Materialien (z.B. Laptop, Diktiergerät, Instrumente, Werkstoffe, Kameras etc.) mitgebracht werden.
Nina Trebien, Bildende Künstlerin, Berlin